VDMA: Fünftes Symposium Brandschutz und Entrauchung

VDMA e.V.

• Vorstellung von Studienergebnissen der RWTH Aachen zu Entrauchungssystemen • Präsentation neuer VDMA-Informationsblätter zum Thema Entrauchung und Rauchfreihaltung • Podiumsdiskussion rund um Vorgaben zur Verwendung von Bauprodukten

Frankfurt, 24. November 2017 – Neueste Erkenntnisse zum Themenbereich Brandschutz und Entrauchung, die Klärung offener Fragen und praktikable Lösungen für alltägliche Probleme im Brandschutz und bei der Entrauchung standen im Mittelpunkt des fünften VDMA-Symposiums „Brandschutz und Entrauchung“ am 16. November in den Räumen der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main.

Studie zur Bewertung von Entrauchungssystemen

Prof. Dirk Müller von der RWTH Aachen präsentierte eine groß angelegte Simulations-Studie zur Bewertung von natürlichen und maschinellen Entrauchungssystemen (NRA und MRA) bei unterschiedlichen Einflüssen dynamischer Randbedingungen, in diesem Fall Wetter und Baumaterial, in den verschiedenen Brandphasen. In diesem Zusammenhang lautet eine Kernaussage der Studie, dass insbesondere in den ersten Minuten eines Brandes, also dann, wenn die Menschen in der Brandentstehungsphase aus dem Brandbereich flüchten und auf gute Sicht sowie auf Flucht- und Rettungswege dringend angewiesen sind, die maschinelle Entrauchung wegen der höheren Systemsicherheit gegenüber der NRA klar im Vorteil ist. Wenn der Personenschutz abgeschlossen ist, gewinnt hingegen die NRA durch die höheren Volumenströme an Bedeutung. Weitere Simulationen werden in Bezug auf unterschiedliche Einflussgrößen laut Prof. Müller folgen.

VDMA-Informationsblätter rund um Entrauchung und Rauchfreihaltung

Zudem wurde das Symposium zum Anlass genommen, die Inhalte der neusten VDMA Informationsblätter zu präsentieren. Die Themen dieser Broschüren spiegeln das aktuelle Fachwissen zum Thema Entrauchung und Rauchfreihaltung. Bisher sind Infoblätter zu den Themen „Nachströmung im Brandraum“, „Wechselwirkung von Löschanlagen und MRA/NRA“, „Prinzipien zur Rauchableitung“, „Funktionserhalt von elektrischen Leitungsanlagen – Maschinelle Rauchabzugsanlagen“ sowie „Anforderungen an die Entrauchung in den neuen Muster-Sonderbaurichtlinien/-verordnungen“ erschienen. Neu ist das Informationsblatt zum Thema Brandschutz- und Entrauchungsklappen mit CE-Kennzeichnung und Europäische Normung.

Alle Infoblätter stehen auf der Webseite des Arbeitskreises (http://rauchschutz.vdma.org) zum Download zur Verfügung.

Vorgaben zur Verwendung von Bauprodukten in der Diskussion

Reges Interesse bei den Besuchern fand die Podiumsdiskussion, die die Auswirkungen der neuen bauordnungsrechtlichen Vorgaben zur Verwendung von Bauprodukten und die aktuellen Entwicklungen bei der „Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen“ (MVVTB) auf Lüftung, Brandschutzklappen und Entrauchung beleuchtete. Die schutzzielorientierte Ausführung von Rauchdruckanlagen sowie eine Betrachtung der Wechselwirkungen von Garagenentrauchung durch Jetventilatoren zu Sprinkleranlagen rundete die Vortragsreihe ab.

Ein informatives Rahmenprogramm mit begleitender Fachausstellung und eine Besichtigung des Feuerwehr- und Rettungstrainingscenters (FRTC) ergänzten das von dem Vorsitzenden des Expertenkreises Entrauchung im VDMA, Dipl.-Ing. Udo Jung, moderierte Symposium und ermöglichten den direkten Kontakt zwischen VDMA-Mitgliedsunternehmen, der Feuerwehr Frankfurt sowie den Teilnehmern. Die Feuerwehr Frankfurt zeigte bei einem Eingangsvortrag eindrucksvoll die Herausforderungen der täglichen Feuerwehreinsätze und verdeutlichte die Auswirkungen des demographischen Wandels für den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz.

 

Kontakt:

VDMA-Fachverband Allgemeine Lufttechnik/Fachabteilung Luftreinhaltung
Christine Montigny

Lyoner Straße 18
60528 Frankfurt am Main
Telefon: 069 / 6603-1860
E-Mail: christine.montigny@vdma.org